Nach dem Einsturz des Senders Smilde

24. Juli 2011

Über eine Woche ist nun seit dem Einsturz des Fernsehturms in Hoogersmilde vergangen. In dieser Woche hat sich Einiges getan. Auf dieser Seite gibt es eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse.

Advertisements

Weitere Infos zum Turmeinsturz in Smilde

17. Juli 2011

… gibt es hier.


Fernsehturm in Smilde eingestürzt

16. Juli 2011

Heute Nachmittag ist in der in der niederländischen Provinz Drenthe der knapp 300 Meter hohe Radio- und TV-Sendemast „Hoogersmilde“ eingestürzt. Um kurz vor 14.00 Uhr brach laut radio.nl aus bisher noch ungeklärter Ursache ein Feuer in etwa 180 Metern Höhe aus.


Die alarmierte Feuerwehr hat zwar versucht über die Wendeltreppe im Turm zum Brandherd gelangen, sie konnten sich aber rechtzeitig vor dem Einsturz zurückziehen. Durch die Temperaturen des Feuers wurde wohl der 200 Meter hohe Stahlmast auf etwa 100 Meter hohen Betonsockel instabil und stützte gegen 15.40 Uhr ein. Durch den Einsturz des zweithöchsten Mastes der Niederlande wurde niemand verletzt.



Seither ist in weiten Teilen der nordöstlichen Niederlande kein UKW-Empfang mehr möglich. Sowohl die öffentlich-rechtlichen Sender Radio1, Radio 2, 3FM, Radio 4 und Radio Drenthe sowie die Privatsender SkyRadio, Radio Veronica, Q Music, Slam FM, BNR, Radio NL. Arrow Classic Rock Noord und 100% NL wurden vorher zum Teil mit 100 kW von diesem Standort aus verbreitet. Auch DVB-T wurde von diesem Standort aus verbreitet, der Nordosten der Niederlande ist nun unversorgt. Auch in weiten Teilen des Weser-Ems-Gebietes waren die Programme aus Smilde zu hören.

Heute Morgen gab es im höchsten Mast der Niederlande (Gerbrandytoren / Lopik-Ijsselstijn) ein kleines Feuer. Vorsichtshalber wurden die Sendeleistungen der Programme Radio 1, Radio 2, 3FM, Radio 4, Q Music und BNR reduziert und später dann komplett abgeschaltet. Durch diese Abschaltungen werden die grossen Städte im Westen nun nicht mehr mit den öffentlich-rechtlichen Programmen versorgt.

Durch den Einsturz und die Abschaltung des Gerbrandytorens sind nun grosse Teile der Niederlande unversorgt. Der Nachrichtensender RADIO1 ist seit 17.00 Uhr über die Mittelwellenfrequenz 747 kHz (sonst RADIO5) zu empfangen, Radio Drenthe ist seit etwa 21.00 Uhr aus Groningen zu hören. Gerüchteweise haben einige leistungsstarke Piratensender damit begonnen die ausgefallenen Programm via UKW zu auszustrahlen. Warum nun ausgerechnet beide Sendemasten an einem Tag beschädigt/zerstört wurden, ist ein Rätsel und bietet Raum für Spekulationen.

In den nächsten Tagen wird es an dieser Stelle weitere Infos zu dem Thema geben. Ich habe mich jedenfalls ziemlich erschrocken als ich heute Nachmittag die ersten Meldungen gehört habe. Schliesslich begleiten mich die Programme aus Smilde seit Mitte der 80er Jahre.