Bauanleitung: UKW-Dipol zum Fast-Nulltarif

Eins vorweg: dieser Dipol kann keine Yagi-Antenne ersetzen. Ich nutze seit einiger Zeit wenn ich „richtig“ DXen möchte eine 5-Elemente-Antenne. Problem: sie relativ groß und auch relativ undekorativ (Montage und Demontage dauert jeweils ca. 5 Minuten, demontieren möchte ich nach Möglichkeit nur wenn es unbedingt nötig ist). Wie komme ich bei diesem Luxusproblem weiter? Ganz einfach, ich baue mir eine Dipolantenne. Diese ist rechnerisch und aufbautechnisch sicher nicht ideal, dafür funktioniert sie aber.

Prinzipiell benötigt man eigentlich nur ein wenig Lautsprecherkabel.
Dieses Lautsprecherkabel schneidet man bei 1,50m ab (die durchschnittliche Wellenlänge im UKW-Band beträgt um 3m).
Nun trennt man die beiden Adern voneinander…
… der Mantel sollte nach Möglichkeit nicht beschädigt werden. Ich habe die Kabel bis etwa 10cm vor dem anderen Kabelende getrennt so dass ein „T“ entsteht (wird auf einem der nächsten Bilder deutlicher). Die beiden Kabelenden, die jetzt nicht voneinander getrennt sind, werden nun abisoliert und miteinander verbunden.
Das war es eigentlich schon, die miteinander verbundenen Kabelenden können nun mit dem Radio verbunden werden. Ich habe sie in einen Koax-Stecker gesteckt um eine „wartungsfreie“ Verbindung zu schaffen.
Hier nochmal ein Blick auf das „T“ (das Ende am Koaxstecker hat eine Länge von ca. 10cm, die beiden anderen Kabel haben eine Länge von jeweils ca. 1,40m):
Zusammengerollt passt das Kabel wunderbar in jede Hosentasche oder dekorativ in einen Schrank.
Für den Betrieb wird es einfach auf den Balkon, an einem Fenster oder an sonstigen Möglichkeiten gespannt und befestigt.
Ein erster Scan lässt sich durchaus sehen: SR 1 als Scatter (ca. 360 km) an meinem Hyundai-Radio geht in Ordnung. Ich reiche in den nächsten Tagen einen Bandscan nach.

Fazit: eine Yagi-Antenne kann dieser Dipol nicht ersetzen, er ist aber handlicher und kann mit etwas Geschick vielleicht als unauffällige Dauerlösung auf einem Schrank, an einer Gardinenstange oder auf Balkon/Terasse angebracht werden. Außerdem sind die Materialkosten sehr überschaubar. Ich freue mich über Eure Erfahrungen.

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Eine Antwort zu Bauanleitung: UKW-Dipol zum Fast-Nulltarif

  1. Hans Stahlke sagt:

    Hhhm, müßten bei einem echten Dipol nicht die beiden Dipolschenkel ebenso wie die Zuleitung (Coaxkabel oder Zweidrahtleitung) voneinander isoliert sein?

    Es müßte also ein Schenkel an den Innenleiter des Coaxsteckers (bzw. eines weiterführenden Coaxkabels) und der andere an die Abschirmung führen (angelötet werden).

    Bei dieser Konstruktion führen jedoch beide Kabel zum Mittenleiter, während die coaxiale Abschirmung „offen“ bleibt, – und daher möglicherweise auch keine nennenswerte/meßbare Funktion hat.

    In dem Falle könnte man auch eine einfache Eindrahtleitung zum Empfänger führen. Ob das Ganze sich empfangsmäßig überhaupt wesentlich von einer einfachen Drahtantenne unterscheidet? Es ist ja quasi so etwas wie eine doppelte L-Antenne.

    Der Antennenfußpunkt dürfte außerdem hochohmig sein, – und daher an einem 75 Ohm-Coaxialeingang eines Radios erhebliche Fehlanpassung hervorrufen.

    Aber grau ist alle Theorie, – wenn`s funktioniert ist es ja gut. Ich würde aber spaßeshalber mal den Unterschied (oder auch keinen) zu einer einfachen L-Antenne (nur ein Draht, abgewinkelt) testen. Einschließlich Richtwirkung, die ein Dipol ja zeigen müßte.

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